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Pansfelde wurde erstmals urkundlich im Jahre 1276 unter dem Namen „Pamesvelde“
erwähnt.
Der Ort liegt im Harz (Breite
/ Länge 51.65802 / 11.27827). Seit der nachkarolingischen Zeit
gehörte Pansfelde weltlich zum sog. Schwaben-Gau, kirchlich zum Bistum
Halberstadt.
In alten Lehnbriefen werden 24 der Grafschaft zugehörige Ortschaften erwähnt,
deren Namen sich meist nur noch in den Benennungen vorhandener Feldmarken
vorfinden. Lehnspflichtig waren den Grafen von Falkenstein und ihre
Besitz-Nachfolgern, den Freiherren von der Asseburg,
die von Hoym zu Ermsleben, die von Meisdorf, von
Ewesen, von Vitzenhagen und von Buderode. Außer den zuerst genannten sind diese
Geschlechter ausgestorben.
Der letzte Graf von
Falkenstein, Burchard IV, schenkte aus Reue darüber, dass er den
geistlichen Stand,
welchem er früher als Dompropst zu Halberstadt angehörte,
verlassen hatte, diesem Stifte im Jahre 1332 seine ganze
Stammgrafschaft und starb, ohne Nachkommen zu hinterlassen,
im Jahre 1334. Nun gehörte Pansfelde zum Bistum Halberstadt.
Die Burg Falkenstein, Stammsitz der Grafen, wurde längere Zeit von Burgwarten
bewacht, bis sie den Freiherren von der Asseburg zunächst verpfändet. Gegen die Mitte des fünfzehnten
Jahrhunderts wurde die Herrschaft (kirchlich und weltlich) vom Bischöf Burchard
III von Halberstadt als erbliches Lehn gepachtet. 1521 begann die Reformation, um 1540 erkauften sich die
Bürger vom Erzbischof des Erzbistums Magdeburg die Religionsfreiheit.
In
den Wirren des Dreißig-Jährigen-Krieges mussten auch die Pansfelder einiges durchleben. 1625 besetzten Wallensteins Truppen die Burg
Falkenstein, 1642 waren es die Schweden. Aber auch in
den Jahren dazwischen und bis zum Ende des Krieges wurden
Pansfelde, die Burg und die U mgebung
laut einigen Berichten aus der damaligen Zeit, von den Lasten und Gräueln heimgesucht: Plünderungen,
Requirierungen und Einquartierung, Erpressung von Zahlungen und Fourage. Nicht
zuletzt erfuhren die Menschen ungeahnte körperliche Bedrohung und Übergriffe.
Folter, grundlose Tötung, Unschuldige auf brennenden Scheiterhaufen. Häutungen
bei lebendigem Leib, Vergewaltigungen von jungen und bei Nichtvorhandensein
alten Frauen die unmenschliche Fantasie der Landsknechte kannte kaum Grenzen.
Obwohl in vielen Berichten von diesen Greueltaten die Rede ist, können
diese aufgrund der Aufzeichnungen in den Kirchenbüchern nicht bestätigt
werden. Auch sind viele Berichte übertrieben oder falsch übersetzt
worden.
Mit dem westfälischen Frieden 1648 wird das Bistum Halberstadt säkularisiert
und in ein Fürstentum verwandelt, welches dem Kurfürstentum Brandenburg
einverleibt wird. Die verbleibenden Katholiken gingen 1669 im Apostolischen
Vikariat des Nordens auf. Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, erhält dieses
Gebiet als ein erbliches weltliches Fürstentum. Von ihm geht es 1688 auf seinen
Sohn Kurfürst Friedrich III über. Als dieser 1701 zum König Friedrich I. gekrönt
wird, fällt das Gebiet an Preußen; die territoriale Untergliederung schlägt das
Gebiet zum Regierungsbezirk Magdeburg in der Provinz Sachsen. Nach der Auflösung
des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen, wird Pansfelde am 01.04.1816
dem Mansfelder Gebirgskreis zugeordnet.
In Pansfelde wurde schon 1650 auf Beschluss und
Kosten der Gemeinde das neue Pfarrhaus errichtet. Scheunen, Ställe gehörten
dazu, eine Magd und ein Knecht. Der Knecht aber, im Kriege geboren, hatte die
Gepflogenheiten des Friedens nie kennen gelernt, in ihm regte sich immer noch
die Mentalität der Gewalt. So hat er einfach dem Sohn des Bauern Otto, der übrigens
neben seiner Bauernwirtschaft auch einen Ausschank betrieb, so eine übergebraten,
dass dieser den Verstand verlor.
Pfarrer und Dorfschulze befleißigten einem Prozess; dem der Graf zustimmte. Die
Verhandlung fand auf dem Hof des Geschädigten statt und endete in einer
lustigen Pointe, die Grund zum Feiern gab, denn nach so langer
entbehrungsreicher Zelt wurde hierzu jeder Anlass wahrgenommen.
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