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Die Geschichte der Familie in Pansfelde beginnt im Jahre 1648, dem Jahr des
Westfälischen Friedens, der den 30-jährigen Krieg beendete. Unter den Wirren des 30-jährigen Krieges hatten
auch die Bevölkerung im Harz zu
leiden. 1625 besetzten Wallensteins Truppen die Burg
Falkenstein. 1642 waren es die Schweden. Obwohl in vielen Berichten über
Greueltaten, Plünderungen und Brandschatzungen berichtet wird, können
diese aufgrund der Aufzeichnungen in den Kirchenbüchern nicht bestätigt
werden. Auch sind viele Berichte übertrieben oder falsch übersetzt
worden.
Am 23. Januar 1648 heiratete Caspar Wiedenbeck
aus Opperode Maria Bernt aus Pansfelde. Die Gründe
für seinen Umzug könnten in den Wirren des Krieges liegen, Opperode lag
unbefestigt auf offenen Land, es war mehreren Plünderungen ausgesetzt. Der Weg von Opperode nach Pansfelde führte
hinauf in gebirgiges Gelände, vorbei an der Burg Falkenstein. Ein solcher
Umzug ist nicht leicht zu bewerkstelligen. Mal von den Transportwegen und
den fehlenden Fahrzeugen abgesehen, waren die Menschen zu der damaligen
Zeit Lehnsleute. Ein Umzug von Opperode nach Pansfelde bedeutete auch
einen Wechsel des Lehnsherrn, der diesem nicht nur zustimmen musste,
sondern diesen sich auch in irgendeiner Form abkaufen ließ.
Caspar übernahm die Schenk von Paul
Bernde, dem Vater von Maria. Caspars einziger Sohn Martin wird 1656 geboren. Er war
Kirchenvorsteher und gehörte somit zur Gemeindeleitung. 1683 wurde ein Knecht
bei ihm genannt. Er gehörte also beruflich und sozial zur oberen Schicht in
Pansfelde. Laut Kirchenrechnungen hatte er Land von der Kirche gepachtet. Aus
den Aufzeichnungen geht hervor, dass die Familie Wiedenbeck das meiste Land
gepachtet hatte. Sie zahlte die Pacht aus dem eigenen Vermögen. 1709/1710
zahlte Martin 18 Groschen für 6 Morgen Land.
In der Kirchenrechnung von 1684 wird
er Martin Wiedenbecken genannt. Wiedenbecks hatten insgesamt bis zu 3 Hektar
Ackerland aber keine Wiese gepachtet. Die Geschichte Pansfeldes und seiner
Bewohner lässt sich sehr gut in den Kirchenbüchern nachlesen. Wiedenbecks
besetzten immer wichtige Ämter in der Gemeindeleitung. Sie waren von Beruf
Kossath (Kleinstbauern) hatten Handwerksberufe (zum Teil als Meister) oder waren
im Dienst der Asseburger. Das Land, dass sie gepachtet hatten, reichte aus um
die Familie zu ernähren. Einige Wiedenbecks sind auch Einwohner, dass heißt
sie genießen Wahlrecht und dürfen Eigentum erwerben. 1683 wird ein Knecht auf dem Hof bei Martin
Wiedenbeck genannt.
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Der
Schenk ist heute noch erhalten |
Die
Kirchenbücher |
Im Jahre 1936 hat der damalige
Pfarrer von Pansfelde Dr. Fredy den Stammbaum der Familie niedergeschrieben.
Eine erneute Auflistung der Eintragungen aus dem Jahr 2005 hat jedoch ergeben,
dass dieser Stammbaum einige Fehler und Lücken aufweist. Wiedenbecks, die
Pansfelde verlassen haben finden wir heute in ganz Deutschland, den USA und
vereinzelt an anderen Orten in der ganzen Welt.
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